Ray’s Bullfighters Private Cup mit neuem Zuhause.

Großes stand an. Deshalb öffnete sich am 12.09.2020 ausnahmsweise schon zu früher Stunde die Tür zum Ufer Café. Der Wanderpokal unseres Teams Ray’s Bullfighters sollte wieder einmal den Besitzer wechseln. Titelverteidiger Pascal Briese-Brabender wollte dies natürlich verhindern. Wie immer sollte es jedoch nicht nur ein sportlicher Wettkampf werden, sondern auch ein kulinarisches Gelage. Joachim spendierte anlässlich seines 66. Geburtstages ein reichhaltiges Frühstück, und am Nachmittag wurden jede Menge Gegrilltes und verschiedene Salate aufgetischt. Ein schwieriges Unterfangen bei Beachtung aller Corona bedingten Auflagen sollte umgesetzt werden. Vielen Dank an Siegmar Falk, der es uns durch die frühe Öffnung des Ufer Cafés ermöglichte, dieses in die Tat umzusetzen. Dank Stephen, der die Turnierleitung übernahm, konnte das erste Spiel schnell beginnen. Bereits im Vorfeld hatten sich die 9 Spieler darauf geeinigt, dass Jeder gegen Jeden, 501,, best of 3 gespielt wird. Das Excel-Programm gab den jeweiligen Beginner vor, sodass die Auslosung der Spielerfolge vorgab, wer das Spiel beginnt. Und noch während der Kaffee durch die Maschine floss, startete das erste Spiel. Gespielt wurde auf nur einem Board, an die Stelle der zweiten Scheibe war schon am Abend vorher die Schreibtafel gewander,t und das am Boden befestigte „Maler Krepp“ zeigte den zu beschreitenden Weg. Disziplin war angesagt, wollte man das stramme Programm bis zum Abend über die Bühne bringen. Jeweils 3 Bierzeltgarnituren standen nebeneinander und garantierten damit den 1,5 m-Mindestabstand zum Gegenüber. Zum Tischnachbarn garantierte dies die Gesamtlänge der eingesetzten Tische. Für Falki stand Alex hinter dem Tresen und Joachim, der gesundheitlich angeschlagen nicht mitspielen konnte, übernahm die Kommunikation zwischen Innen und Außen. Neben der laufenden Spielpaarung wussten jeweils die Spieler der nächsten beiden Partien, dass es für sie bald an die Oche geht, wodurch Verzögerungen vermieden wurden und fast ununterbrochen Pfeile flogen. MV durfte mit einem Spiel gegen Marion das Turnier eröffnen und gewann diese Partie klar mit 2:0. Einen Sieg in gleicher Höhe brachte Emanuel gegen Didi mit vom Board. Im Anschluss zeigte Pascal in seinem ersten Spiel gegen MaTzE, dass er den Wanderpokal nicht ohne Kampf abgeben wollte. Er unterstrich dies mit einem 2:0 Sieg, welchen er mit einem 19er eintütete. Der Verlierer musste die jeweils folgende Partie schreiben, sodass nur zwei Personen den Dartraum verlassen mussten und zwei Neue diesen betraten. Jeder noch schnell 6 Pfeile zum Einwerfen, und das nächste Match wurde gestartet. MaTzE konnte deshalb Wolfgangs 2:1 Sieg über Stephen aus nächster Nähe beobachteten. Danach forderte Marion Thomas heraus, der bei seinem zu-Null-Sieg den Reigen der Erstrundenspiele abschloss. Die gute Planung im Vorfeld und die Disziplin aller Beteiligten ließen das Turnier schnell voranschreiten.

Bis auf je eine 180 von Didi u.Pascal wurden keine wirklichen Highlights geworfen, doch gab es reichlich Spiele zwischen 19 und 21 Darts, kein zu schlechtes Resumée unter den neuen Bedingungen und wenig Spielpraxis. Bis zur „Halbzeit“ blieb es richtig spannend, mehrere Spieler hatten gleich viele Spiele gewonnen, und sie trennte nur das Legverhältnis. Mit fortschreitendem Turnier zeichnete sich dann jedoch ein klarer Gewinner ab, der mehr und mehr SpielerInnen in ihre Schranken verwies. Die Verfolger nahmen sich dann auch noch gegenseitig die Punkte, sodass nach 27 Spielen bereits feststand, dass Emanuel Wehlan diesmal den Pott mit nach Hause nehmen wird.

Ungeklärt war lange Zeit noch, wer die freien Plätze auf dem Treppchen besteigen wird. Doch auch hier fiel die Entscheidung schon vor Turnierende, denn nachdem Stephen sich diebisch darüber freute, Pascal mit einem 2:1 Sieg den Weg auf den dritten Platz verwehrt zu haben: „Wenn Du gegen mich nicht gewinnst, darfst Du auch nicht Dritter werden“ sagte er über das ganze Gesicht grinsend nach der Siegerehrung zu Pascal, der dies dann auch bestätigte. (Anmerkung des Berichterstatters: Wie Familie, nur krasser)

Der verdiente Gewinner des Abends war ganz klar Emanuel Wehlan, der ungeschlagen mit 8 gewonnenen Spielen bei 16:0 Legs den ersten Platz errang. Platz zwei ging an Thomas Grünberg mit 6 gewonnenen Spielen und 13:9 Legs. Fünf gewonnene Spiele bei 10:9 Legs brachten MaTzE auf den dritten Platz. Der Titelverteidiger Pascal Briese Brabender und Dietmar Freier folgten punkt- und leggleich auf den Plätzen. Lediglich der direkte Vergleich erbrachte die genannte Reihenfolge. Matthias Voge schob sich mit 2 Legs Vorsprung vor Stephen Bench-Capon. Für Marion Borrmann lief es an diesem Tag gar nicht, sodass sie hinter Wolfgang K., dem am Tag vorher ein Cuttermesser den Mittelfinger bis auf den Knochen aufschnitt, die Platzierungsreihe beendete. Dabeisein war von Anfang an das Motto des Tages und deshalb war das mannschaftsintere Turnier für alle ein Erfolg.

Bedanken möchten wir uns noch bei Omar, der am Nachmittag den Grill bediente und uns mit allerlei Köstlichkeiten versorgte.

Gegen 21:30 wurde das letzte Spiel beendet und damit gezeigt, das ein Turnier mit 36 Spielen bei best of 3 auch unter den schwierigen Coronabedingungen an einem Board durchführbar ist, sofern alle Beteiligten sehr diszipliniert sind und möglichst immer zwei Personen darauf achten, dass die nächsten Spieler bereit stehen, wenn ein Spiel zu Ende ist.



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