Diese Woche wurde es richtig heiß in Berlin. Trotzdem ging es mit den Sommerligen weiter. Am Donnerstag im Krissi verloren Rays Against the Machine 5:13 gegen DC Endstation. Zum Mittwochsspiel der Sunrays gegen die Lucky Bulls berichtet hier Eric.
Lucky Bulls Berlin vs Sunrays
Personalsorgen, tropische Temperaturen und eine unbekannte Spielstätte mit unbekanntem Gegner… keine guten Voraussetzungen für ein hochklassiges Match. Immerhin fanden sich zunächst vier, später auch fünf Sunrays im Lucky M in Französisch Buchholz ein.
Für Kapitänin Sarah stellte sich das Team somit zu Beginn selbst auf: Linus verspätete sich und so starteten Eric und Stephen. Eric war vom Score häufig hinterher, aber unten im Check-Bereich dran, und warf im 2. Leg, bei 114 Restpunkten 19, T19… D7 am Draht. High-Finish knapp verpasst und im Spiel nicht mehr zu holen. Stephen war gegen einen guten Score immer dran und hat beim Stand von 0:2 noch ein Leg geholt, aber im entscheidenden Moment kam nicht das Doppelglück. Zwei Spiele, zwei Niederlagen.
An Position 3 und 4 starteten dann die verbliebenen zwei Spieler: Jockel und Sarah. Beide annähernd im Gleichschritt, beide ähnlich unglücklich. Jockel war immer mit im Check-Bereich, konnte dabei aber nicht das richtige Doppel treffen. Sarah musste auch meist den Rückstand im Score aufholen und hatte dann leider nicht mehr so viele Chancen aufs Doppel, die dann unglücklicherweise auch nicht getroffen werden konnten.
Ein einziges Leg aus den ersten vier Einzeln sieht zwar ziemlich klar aus. Im Vergleich zu den ersten Saisonspielen aber waren die Spiele viel knapper und so hätte auch das ein oder andere Spiel gewonnen werden können.
Also auf in den ersten Doppelblock.
Und es setzte sich die bisherige Tendenz fort: Stephen/Jockel an Board 1 scorten mit und standen regelmäßig auf einem Doppelfeld, eines zu treffen blieb aber dem Gegner vorbehalten – 2:0 fürs Heimteam. Blaupause an Board 2: Eric/Sarah trafen kaum einen Score (wenn,dann eher Sarah) und hatten daher erst den Rückstand im Score aufzuholen, bevor auch sie aufs Doppel werfen durften. Allein dabei blieb das Glück verwehrt – auch 0:2.
Jockel fasste es zu diesem Zeitpunkt treffend zusammen: „Wenn wir dran sind, sind die doppel vernagelt“.
Zum zweiten Einzelblock gab Sarah bei echt unangenehmen Innentemperaturen dann Jockel eine Pause und brachte Linus, der mit den unter der Woche frisch erworbenen Darts punkten wollte. Das erste Ausrufezeichen kam aber im Spiel von Sarah: sie scorte ordentlich, brachte sich in Führung, doch dann war das Doppel für sie vernagelt. Der Gegner checkte aber 72 Punkte mit zwei Darts über D20, D16. Erst im zweiten Leg konnte sie den Dart dank erneutem Vorsprung über die Ziellinie bringen – 1:1. Nach einem 2:2 ging es dann auch in den Decider: endlich mal das glücklichere Ende für die Sunrays – Sieg für Sarah!
Die neuen Darts von Linus waren im Parallelspiel allerdings noch keine Glücksbringer. Gegen den Gegner von Eric aus dem ersten Block hing er im Score hinterher und konnte kaum Druck ausüben. Der Gegner führte schnell 2:0, Linus kam aber noch einmal ran und gewann so sein erstes Einzel-Leg im Ray’s-Team. Er zog dann aber am Ende gegen einen guten Gegner mit 1:3 den Kürzeren.
Dann kamen Stephen und Eric… und machten es sehr spannend. Über verschiedene Wege kamen beide in den Decider. Stephen vergeigte fast eine 2:0-Führung und konnte knapp im Decider gewinnen. Eric lag 0:1 und 1:2 zurück, konnte dann aber seine Erfahrung ausspielen und ebenfalls im Decider gewinnen. Sarah kommentierte das mit „Präsi und Präsi a.D. gewinnen ebenfalls ihre Decider“.
Neue Hoffnung bei einem immer noch ordentlichen Rückstand von 3:7?
Die Antwort folgte schnell: nein. Denn Sarah/Stephen verloren im zweiten Doppelblock mit 0:2 und nur noch ein Unentschieden war drin. Die Chance dazu sollten Linus/Eric am Leben erhalten. Und es sah nicht hochklassig, aber möglich aus. Im ersten Leg versuchte Eric zum zweiten Mal an diesem Abend, die 114 zu checken. Nach 7, T19 landete der dritte Dart nur in der 25. Der Gegner machte dann aus. Im zweiten Leg spielten sich beide Doppelteams bis auf D1 und warteten sehr lange auf den erlösenden Treffer. Dieser sollte dann dem Heimteam gelingen. Die Niederlage war somit klar.
Linus musste dann los und so spielten die Starting-Four auch im letzten Einzelblock.
Allerdings zeigten alle Spieler zum Ende des Spiels etliche Doppelschwächen. Vielleicht den hohen Temperaturen geschuldet. Sowohl Stephen als auch Jockel erkämpften zunächst ein 1:1, Jockel dann auch noch ein 2:2. Im Decider war vom Score aber kaum noch was entgegenzusetzen. Und trotzdem spielte er sich in einen guten Bereich unter 100 Punkten Rest, checkte am Ende 35 Punkte mit 19, D8!
Stephen verlor parallel mit 1:3. „War schade, hab ein bisschen nachgelassen“ war dann sein Fazit. Aber sein Gegner wurde tatsächlich noch einmal besser und gewann am Ende zurecht.
Die letzten beiden Einzel des Abends bestritten dann Eric und die Kapitänin. Sarah zog leider den Kürzeren und konnte nichts Zählbares mehr holen. Eric machte es unglaublich spannend, obwohl das Spiel in Gänze schon verloren war. Nach einer 0:1-Führung gab er diese wieder ab, ging mit 2:1 in Rückstand und kämpfte sich in den Decider. Zwar war das Doppel oft vernagelt, aber durch einen ordentlichen Score auf das 19er-Segment konnte er häufig einen Vorsprung heraus spielen und am Ende im Decider gewinnen.
Überhaupt ist festzuhalten, dass der denkbar schlechte Spielstart mit 0:6 Spielen aus Sunrays-Sicht keinen negativen Knick verursachte, sondern alle weiterhin alles gaben. 5 Siege aus den letzten 10 Spielen (also ausgeglichen) zeugen von einer tollen Moral. Die Niederlage von 5:11 haut uns daher nicht um, sondern bestärkt uns darin, dass wir trotz schwieriger Bedingungen immer als Team zusammen stehen.